Bornaviren in Ober-Österreich - sicherlich nicht neu!

Bornaviren in Ober-Österreich - sicherlich nicht neu!

Beitragvon Chris » Fr Jun 23, 2017 10:33 am

lt. http://www.mdr.de/wissen/umwelt/pferde- ... s-100.html und anderen Medienberichten gibt es völlig überraschend für die Veterinärmedizinische Universität Wien die Tatsache, dass es in Österreich jetzt auch auf einmal Fälle von Bornaviren gibt, die lt. ihrem Stamm mit Bornaviren aus der Pfalz ähnlich seien. Als Hauptwirt hätten sie die Spitzmäuse ausgemacht als Überträger und es gäbe keine Heilung für die Tiere und für Menschen seien die Viren auch völlig ungefährlich.
Das Ganze mutet zum Lachen an, wenn es nicht so ernst wäre. Ich kann fast nicht glauben, dass die österreicherischen Veterinäre aus Wien so ahnungslos sind, dass sie die letzten 15 Jahre Bornavirus-Forschung und unsere Berichte hier seit 2005 darüber mit Mensch und Tier verschlafen haben, die mit Sicherheit nicht nur aus Deutschland kamen!
Es ist längst bekannt seit Jahren (seit 2003, siehe https://www.bornavirusinfektion.de/born ... gungswege/, dass Spitzmäuse die Hauptwirte sind und als einer der Überträger dienen, siehe unsere Hauptpage https://www.bornavirusinfektion.de/ Punkt4)
Dass es keine Heilung gibt für Tiere ist auch völlig daneben. Selbst bei schweren akuten Fällen haben sich Amantadin-Infusionen noch bewährt, ansonsten gibt es auch andere Mittel und die Frequenztherapien, die da sehr gut mit zurecht kommen.
Es dürfte in den ganzen Jahren seitdem wir das Forum hier haben, also seit 2005, in Österreich Bornavirusfälle geben - und das dürfte auch an einer Uniklinik nicht einfach so vorbeigegangen sein.
Und was die Ansteckung oder Nichtansteckung oder Nichgefährdung der Menschen betrifft: Wir haben genug Beispiele und zwar sehr sehr viele, wo die Menschen, die eng mit diesen Tieren umgehen, ebenfalls an Bornaviren erkrankt sind und das auch manchmal recht schwer. Nun mag es sein, oder es ist korrekt, dass das verschieden Bornavirusstämme sind, aber sie agieren zusammen. Wir haben jahrelang darüber nachgedacht, wieso die Besitzer und Reiter auch betroffen sind ob dieser Tatsache. Der einzige Grund dadür scheint es für uns, dass diese Menschen, die dann ebenfalls mehr oder weniger krank werden - je nach Lage Ihres Immunssystems - latent schon humane Bornaviren in sich haben. Schliesslich soll das lt. den 10-jährigen Bornavirus-Studien vom Rober-Koch-Institut (RKI) ja jeder Dritte sein! Ich empfehle also allen Betroffenen, sich unsere oben genannte Hauptpage mal gut durchzulesen!
Chris
 
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Re: Bornaviren in Ober-Österreich - sicherlich nicht neu!

Beitragvon siri » Mi Jun 28, 2017 2:41 pm

Hallo in die Runde,

auch eine bekannte Pferde-Zeitschrift hat in der aktuellen Ausgabe dem Thema Borna einen Bericht gewidmet.

Ich war so enttäuscht was für Unsinn dort geschrieben wurde - ähnlich dem oben erwähnten Artikel.

Meine Stute ist ja leider seit vielen Jahren an Borna erkrankt, dank Amantadin weitgehend stabil, so dass sie ein Leben auf der Koppel führen kann.
Leider sind einige Symptome (extreme Schreckhaftigkeit, Ticks, Verlustangst) nicht in den Griff zu bekommen.

In dem Artikel wird vom chronischen Verlauf gar nichts erwähnt, aber ich denke genau das ist ja in den meisten Fällen der Fall!

Abgesehen davon, möchte ich nicht wissen, wieviele Pferde falsch oder garnicht behandelt werden, weil es ebenso viele Tierärzte gibt,
die von diesem Thema keine Ahnung haben.

Ein herzliches Dankeschön an Chris, die mit ihrem Forum meinem Pferd letztendlich das Leben gerettet hat!!!!
siri
 
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