Ostallgäu- Pferde an Borna verstorben-suche weitere Fälle

Ostallgäu- Pferde an Borna verstorben-suche weitere Fälle

Beitragvon MonAmie48 » Mo Dez 16, 2013 7:50 am

Liebe Forumsmitglieder,
bis jetzt habe ich in den letzten Wochen 3 tödlich endende Bornavirusinfektionen beim Pferd und 2 nachweislich erkrankte Pferde im Ostallgäu gefunden. Da es scheinbar nirgendwo eine Statistik zu Borna gibt, habe ich große Sorge, daß es ein neuer Seuchenzug sein könnte. Die Krankheit wird von allen verharmlost, wie schnell sie aber tödlich sein kann, mußte meine Stute am eigenen Leib erfahren. Interessant dabei ist, daß die LGL trotz massivster klinischer Symptomatik KEINE Veränderungen im Gehirn finden konnte/ wollte?? Das Hirn meiner Stute sei komplett unauffällig gewesen- wieso war sie binnen 12 Std.blind und hat sich selbst verstümmelt???(der Borna-Antikörpernachweis war positiv). Auch auf meine Bemerkung hin, daß wir Pferdeverkehr hätten und ja auch auf Turniere gingen und es doch schon wichtig wäre, die Todesursache herauszufinden, reagierte das LGL NICHT.
Falls Ihr also von weiteren Bornafällen in letzter Zeit in dieser Gegend wisst oder gehört habt,lasst es mich bitte wissen, denn scheinbar wird die Erkrankung erst ernst genommen, wenn man gemeinsam etwas unternimmt.
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Re: Ostallgäu- Pferde an Borna verstorben-suche weitere Fäll

Beitragvon Abay2010 » Do Dez 26, 2013 2:37 pm

Hallo MonAmie48,

Haben leider auch einen Fall im Raum Stuttgart :(
Die Ergebnisse unserer anderen 4 Schätze bekommen wir erst noch...

Wir sind so fassungslos...deshalb kann ich leider noch nicht mehr schreiben...ich hoffe du verstehst das...

Liebe Grüße und ganz viel kraft
Abay2010
 
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Re: Ostallgäu- Pferde an Borna verstorben-suche weitere Fäll

Beitragvon Chris » Do Dez 26, 2013 3:46 pm

Hallo Monamie, da sich hier nicht viele eintragen, solltest du es vielleicht auch in den anderen Pferdeforen mal posten?
Chris
 
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Re: Ostallgäu- Pferde an Borna verstorben-suche weitere Fäll

Beitragvon Chris » Sa Jan 04, 2014 3:43 pm

Braucht sich ja niemand zu wundern, wenn die Krankheit von allen verharmlost wird, wenn solche offiziellen Sachen in einem Tiermedizin-Portal von Tierärzten veröffentlicht werden:
http://www.tiermedizinportal.de/tierkra ... /524152/3/
Auszug:
Es ist wichtig, die Bornasche Krankheit von der Infektion mit Borna-Viren zu unterscheiden. Es gibt viele Pferde, die Kontakt zum Borna-Virus hatten und Antikörper ausgebildet haben, aber gesund sind.
Hä? Es gibt keine zwei verschiedenen Bornavirenarten, einmal eine harmlose Variante und einmal eine tödliche Variante! Wer das nicht glaubt, kann jederzeit den Bornavirusforscher Prof. Ludwig anrufen!
Solange das Immunsystem die Viren in Schach hält, zeigen sie kaum Symptome (keine dürfte da auch ein Wunschdenken sein, ein erfahrener Therapeut sieht da durchaus Kleinigkeiten, die daraufhin deuten).
Dann braucht nur mal großer Stress kommen, eine Impfung, eine falsche Wurmkur und Bingo, dann haben die "harmlosen Bornaviren" zugeschlagen und landen dann bei der Bornaschen Krankheit!
Da wird bei Symptomen dementsprechend unterschieden unter klasssische Symptome und untypische Symptome - dabei sind die letzteren nur die leichte Form, die urplötzlich in die klassische genannte übergehen kann.

Diagnose:
Auszug: Der Tierarzt nimmt dem Pferd Blut ab (Blutuntersuchung), um festzustellen, ob das Pferd schon einmal Kontakt mit dem Borna-Virus hatte. Manchmal führt er eine Liquoruntersuchung (Untersuchung der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) durch. In einigen Fällen ist die Diagnose der Bornaschen Krankheit erst möglich, wenn das Pferd verstorben ist und von einem Pathologen untersucht wird.
Da wird nur der Antikörpertest erwähnt, der eben wirklich nur sagen kann, ob das Pferd schon mal Kontakt mit den Viren hatte. Absolut witzlos son Test.
Vom neuen Test, der auch Antigene findet und den zirkulierenden Immunkomplex mißt kein Wort!
Dafür Liquoruntersuchung! Ziemlich brutal für ein lebendes Pferd und die ERfolgsquote ist auch sehr niedrig - also auch nicht mehr zu empfehlen, wenns bessere Methoden gibt.
Von den ganzen hervorragenden Möglichkeiten der Radionik und Bioresonanz, der Homöopathie und der Phytotherapie etc. wollen wir hier garnicht reden.

Und Behandlung, Heilung? Absolute Fehlanzeige.
Auszug:
Bis heute ist keine Therapie bekannt, um die Bornasche Krankheit beim Pferd zu heilen. Der Tierarzt kann nur eine unterstützende Therapie durchführen. Die Heilungschance bei einem Ausbruch der Bornaschen Krankheit ist jedoch leider nicht sehr hoch. Pferde, die die klassischen Symptome zeigen und die Behandlung überleben, haben oftmals ihr Leben lang Verhaltensstörungen.
Arme TÄ, noch nie was von Amantadin gehört? Das ist sogar ein schulmed. Mittel! Von der Möglichkeiten der Komplementärmedizin ganz zu schweigen, aber das erwartet man ja in einem schulmed. Portal ja auch garnicht. Fortbildung Fehlanzeige oder Maulkorb?
ja klar, wenn man so lange wartet, bis die Viren die höchste Stufe erreicht haben, der Erreger dabei ist, den Wirt zu zerstören, was er eigentlich garnicht will, da er ja weiter leben möchte, dann wird es tatsächlich schwierig, noch etwas zur Gesundung zu unternehmen.
Die ganzen 3 Folgen des Berichtes beziehen sich auf alte, teilweise überholte Berichte und Artikel, gehen überhaupt nicht ein auf die 10-jährige Bornavirusforschung im RKI und die vielen Erfahrungswerte, die fortschrittliche Therapeuten und Pferdebesitzer seitdem mit diesem Thema gesammelt haben, siehe drunter stehende Quellen.
Chris
 
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