Bitte um Meinungen: Borreliose und Co-Infektionen, Diagnose

Bitte um Meinungen: Borreliose und Co-Infektionen, Diagnose

Beitragvon Orchidea » So Nov 24, 2013 12:57 pm

Liebe Forenmitglieder,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich gerne weitere Meinungen zu meiner Krankengeschichte hören würde, und insbesondere in der Hoffnung auf neue Ideen, was eine Behandlung betrifft. Ich bin inzwischen ziemlich verunsichert, weil es zum Thema chronische Infektionen (Diagnostik und Behandlung) so viele verschiedene und widersprüchliche Aussagen gibt ... Insofern hoffe ich auf zahlreiche Kommentare!

Ich habe eine Datei mit meinem Krankheitsverlauf erstellt und entsetzt festgestellt, dass diese fast 5 Seiten umfasst – das möchte ja sicher keiner lesen!
Deswegen splitte ich meinen Beitrag:

In Teil 1 geht es um meine aktuelle Situation und den Grund, weswegen ich mich gerade hier angemeldet habe (Symptome und Arztergebnisse), in Teil 2 schreibe ich den ausführlicheren Krankheitsverlauf, falls jemand noch einmal etwas nachlesen möchte, um ggf. Zusammenhänge herzustellen. Ich weiß selbst nicht, wie weit man in der Vergangenheit zurückgehen muss, um die Ursache für meine aktuelle Diagnose zu finden ...

Auch Teil 1 ist leider sehr lang, aber kürzer ging es nicht. Ich würde mich wirklich sehr über Antworten freuen – Meinungen zur Diagnose, Ideen zur Behandlung! Vielleicht hat ja jemand noch Erfahrungen mit anderen Behandlungsmethoden ...

Vielen Dank schon mal im Voraus!

Liebe Grüße
Orchidea
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Re: Bitte um Meinungen: Borreliose und Co-Infektionen, Diagn

Beitragvon Orchidea » So Nov 24, 2013 12:58 pm

Teil 1:

Symptome seit August 2013:

- schmerzende Gelenke (insbesondere an den Fingergelenken und Füßen, manchmal in den Knien und Ellenbogen)
- Wärmeschübe (besonders oft im rechten Fuß; dieser wird dann objektiv wärmer als der linke, aber auch in anderen Teilen des Körpers: ein kurzes durchschießendes Hitzegefühl; manchmal hält es auch länger an)
- Brennen/Kribbeln (vor allem abends/nachts; das Brennen fühlt sich ein bisschen wie ein starker Sonnenbrand an, manchmal wie Lava, das anstelle des Blutes durch den Körper fließt)
- Ausgetrocknetsein, starker Durst, manchmal Brennen wir bei einer Blasenentzündung
- Schlafstörungen (beim Einschlafen, Durchschlafen, wieder Einschlafen nach dem Aufwachen; keine Erholung bei Nächten ohne Unterbrechungen)
- ständige Müdigkeit (ich schlafe meistens tagsüber irgendwann, bin dauernd nur noch müde, wogegen nichts wirklich hilft)
- Kopfschmerzen (gegen die helfen auch keine Medikamente mehr)
- Sehstörungen (Lichtblitze, Flimmern, manchmal kurzzeitig verschwommen)
- Kreislaufprobleme
- Konzentrationsstörungen, Gedächtnislücken, Wortfindungsprobleme
- ungleichmäßige Körpertemperatur (eine Zeitlang mal abwechselnd 35,2 °C bis 37,5 °C, momentan meistens über 37 °C; ich hätte früher fast nie Fieber, so dass Werte ab 37 °C für mich schon eher höher sind)
- Wechsel zwischen Schwitzen und Frieren
- Haarausfall
- trockene Haut, rötliche Hautstellen an den Nasenflügeln, Wangen und am Kinn
- Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen
- ab und zu Genickschmerzen, Unbeweglichkeit, Verspannungen
- seit einigen Tagen: Schmerzen im Bereich der Leber und Milz
- ab und zu Verdauungsprobleme, Tendenz zu Durchfall


Die neuesten Ergebnisse der Arztbesuche seit August 2013:

- Rheumatologe: kein Rheuma, Werte in Ordnung; TSH-Wert von 3,0: ist doch bestens

- Internist 1: Werte sind prima, probieren wir mal Diclophenac gegen die Schmerzen (hat nichts gebracht); TSH-Wert von 3,6: bestens; keine Antikörper gegen Borrelien

- Internist 2: TSH-Wert 3,6 – der ist zu hoch; weitere Untersuchungen: Werte normal, TSH-Wert jetzt bei 1,5. Diagnosen: eventuelle Histamin-Intoleranz (Dao-Wert im Graubereich à ich merke aber nichts bei der Ernährung); beginnende Nebennierenschwäche (aber gerade noch im grünen Bereich); Progesteronmangel (aber auch grenzwertig); Vitamin-D-Mangel; noch einmal: keine Borrelienantikörper; keine Chlamydien
- Internist 2, unkommentierte/nicht behandelte Ergebnisse: zu wenig NK-Zellen, zu wenig CD57+-Zellen; ein paar schwankende Hormonwerte (zu viel Testosteron, zu hoher Androgenindex, zu viel DHEA); EBV-Infektion nicht aktiv
- Behandlung: Vitamin B und C, Selen, Q10, Progesteroncreme 2 % (Vitamin D sollte ich auch nehmen) à Ich merke bislang (über 1 Monat Einnahme) keine Veränderung.

- Osteopathin: löste Blockaden; spürte einen Zug zur Leber hin à Leber ist belastet, muss viel tun

- Schilddrüsenärztin: meint per Ferndiagnose, ich hätte Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion; der TSH-Wert könnte erst oft schwanken, bis sich die anderen Werte manifestieren, man könnte einen Behandlungsversuch mit L-Thyroxin machen, um zu gucken, ob es sich bessert; eine Verbesserung der Symptome mit Aspirin wäre ein Zeichen dafür, dass Schilddrüsenprobleme vorliegen könnten (Aspirin verbessert die Müdigkeit ein bisschen und auch die kribbelnden Gliedmaßen)

- Heilpraktikerin: Dunkelfeldmikroskopie: intrazelluläre Infektion, Befall der Erythrozyten; Zeichen für eine Leberbelastung, verschiedene Bakterien + Herpesviren zu erkennen; Immunsystem arbeitet quasi gar nicht mehr, weiße Blutkörperchen attackieren einander; Auftrag für weitere Blutwerte im Speziallabor, alle mit dem Elispot LTT getestet
- Ergebnisse:
- Borrelia burgd. Vollantigen: +7 SI
- Borrelien-OSPA/OSPC/DbpA: +3 SI
- Borrelien spezifisch LFA-: 0 SI
- Yersinia: +16 SI
- Chlamydia trach.: +85 SI
- Chlamydia pneum.: +13 SI
- Cytomegalie-Virus: 0 SI
- Ehrlichien: +122 SI
- Diagnose laut Heilpraktikerin: chronische Borreliose, Yersiniose, Chlamydien-Infektion sowie Ehrlichiose

- Internist 2: ist nicht überzeugt von Elispot-Werten; rät von Behandlung mit Antibiotika stark ab, wie auch die Heilpraktikerin; möchte jetzt noch die Antikörper der Borrelien (das wäre jetzt das fünfte oder sechste Mal ...), Yersinien, Chlamydien und Ehrlichien testen und dann die intrazelluläre ATP-Konzentration (was die Heilpraktikerin freut); er vermutet das CFS als Diagnose; Behandlungsversuch mit L-Thyroxin hat er zugestimmt (25 µg, ¼ Tablette pro Tag)


So .... Ich bin jetzt stark verunsichert.

1) Stimmt die Diagnose mit den ganzen Infektionen? (Ich vertraue eigentlich der Heilpraktikerin. Sie hat mir vieles sehr schlüssig und medizinisch fundiert erklärt. Die Entstehung von intrazellulären Infektionen und den Zusammenhang von der Funktion der Mitochondrien und ATP. Dazu passen die Werte des Elispot LTT-Tests, die Dunkelfeldmikroskopie, mein Vitamin D-Mangel, die erniedrigten CD57+-Zellen. Und auch meine Symptome, jedenfalls viele. Die Leberbelastung passt zum Befund der Osteopathin, der ich ebenfalls vertraue, und ggf. zu den Herpesviren (die beim Elispot übrigens nicht noch mal getestet wurden, weil die Heilpraktikerin meinte, das Geld könnte man sparen, die hätte sie ja gesehen.) Dennoch kommt man ins Grübeln, wenn man Verschiedenes über die Tests liest. Und: Müsste es mir nicht noch viel schlechter gehen, wenn ich so viele verschiedene Infektionen habe? Oder sagen etwa die niedrigeren Werte bei der Borreliose aus, dass ich diese nur latent habe, was dann schwächere Symptome bewirken würde? Also nicht, dass das falsch herüberkommt: Es geht mir wirklich schlecht ... Es fällt mir an den meisten Tagen schwer, normal Alltägliches oder Berufliches zu bewältigen ... Aber dennoch: „Reichen“ meine Symptome für diese Diagnose?)
2) Wie soll es behandelt werden? (Die Heilpraktikerin hat mir erst mal Folgendes verschrieben: Notakehl, Fortakehl, Quentakehl, Alkala-N, Citrokehl, Sanuvis; sie hat aber zugegeben, dass es dauern kann, bis das anschlägt, und auch sein kann, dass das nicht reicht; sie recherchiert momentan, was man alternativ zu Antibiotika sonst noch machen könnte ... Der Internist setzt darauf, dass mein ATP zu wenig ist, und würde mir dann MSM, Carnitin, Cystein und Taurin verschreiben (bzw. ich darf es mir dann kaufen). Das wäre dann die Behandlung eines CFSs. Die Heilpraktikerin allerdings meint, dass gerade die intrazellulären Infektionen die mangelnde Produktion des ATPs bewirken würden und dass die Mittel zwar nicht schaden könnten und das unterstützen würden, dass man aber hauptsächlich was gegen die Infektionen machen sollte ...)
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Re: Bitte um Meinungen: Borreliose und Co-Infektionen, Diagn

Beitragvon Orchidea » So Nov 24, 2013 12:58 pm

Teil 2:

Krankheitsverlauf:

Ich war immer ein sehr gesundes Kind, hatte außer Windpocken mit 12 keine einzige Kinderkrankheit; auch als Jugendliche war ich fast nie krank. Dann ging es los:

Juni 2005:
- EBV-Infektion (damals unerkannt, da die Antikörper zu früh bestimmt wurden; es erfolgte keinerlei Behandlung; typische Symptome; 3 Monate absolute Schlappheit)
- Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen nach dem Essen (Heilpraktiker diagnostizierte per Vegatest einige Allergien, zudem eine Belastung mit Umweltgiften)
- Hausärztin schlug vor, es könnte auch ein Magen-Darm-Virus sein
Juli 2005:
- Umweltallergologe interessierte sich für die Umweltgifte gar nicht und diagnostizierte eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Lunge, verschrieb mir Atemtherapie (Tests wurden im unentdeckten schwachen EBV-Zustand gemacht)
- Picknick auf einer malerischen Wiese mit meinem damaligen Freund – erst spät entdeckten wir die vielen Babyzecken, die sich im Gras und dann auch auf der Decke sowie auf uns tummelten; wir versuchten, sie von uns abzusammeln, sie waren aber schwer zu erkennen; gegessen haben wir ein Brot mit Kräuterkruste – manche Kräuter entpuppten sich als Zecken – keine Ahnung, ob wir unbemerkt auch welche gegessen hatten ...
August 2005:
- ca. 3 - 4 Wochen nach dem Picknick hatte ich eine Art Infekt mit starken Kopfschmerzen (beim Bewegen des Kopfes; Schwindel beim Drehen à Bestandteil der EBV-Infektion?)), der dann in eine Mandelentzündung überging (vermutlich Komplikation der EBV-Infektion?); weitere Schwellung der Lymphknoten, schmerzende Milz und Leber (bzw. vermutlich durch die Schwellung, weil die Organe selbst ja nicht schmerzen können sollen)
September 2005:
- kribbelnde Missempfindungen: beginnend in den Händen und Beinen, die sich den ganzen Körper ausbreiteten, verbunden mit Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Gefühl, alles gleite weg (im Folgenden: Kribbel-Schwindel)
Oktober 2005:
- Verbesserter Allgemeinzustand, Symptome der EBV-Infektion nahezu vorüber, ausgenommen geschwollene Milz und Leber
Dezember 2005 – Januar 2006:
- immer mal wieder Kribbel-Schwindel-Anfälle, aber schwächer und kürzer
April 2006:
- Anfang: Urlaub auf Lanzarote mit zahlreichen Mückenstichen
- 3 Wochen später: wieder Kribbel-Schwindel; Verschlimmerung bei Bewegungen, z.B. Kurven beim Busfahren oder auch bei gewissen Geräuschen (Klangschale im Grundschulunterricht)
- Diagnose Hausärztin: zu flache Atmung, Hyperventilation; oder es läge an zu viel Stress; Großes Blutbild (alles in Ordnung), Borreliose (keine Antikörper); Symptome verschwanden mit der Zeit
Januar/Februar 2007:
- stärkerer Kribbel-Schwindel
April/Mai 2007:
- Verschiedene Untersuchungen (Blutdruck niedrig, aber nicht krankhaft niedrig; EKG, Lungenfunktionstest, Herzultraschall ok, Blutwerte ebenso)
- Chiropraktiker-Diagnose; Blockaden in der Halswirbelsäule, Behandlung: Osteopathie à Beschwerden verbesserten sich
Herbst 2007:
- mehrere grippale Infekte, ab und zu Kribbel-Schwindel
Januar/Februar 2008:
- Ohrgeräusche, leises Hören, alles hallte wider
- HNO-Arzt: alles in Ordnung ... Symptome gingen von alleine wieder weg
April/Mai 2008:
- Schwindelanfälle, die anders waren als das vorherige Kribbeln – ein inneres Wegleiten, teilweise mit Denk-/Sprachstörungen, Kopfschmerzen, Schmerzen in der Region von Leber und Milz, Müdigkeit
- Neurologe: EEG, MRT, alles gut
- Internist: Vitamin-B12-, -6- und Folsäuremangel (und keine Umweltgifte im Blut zu erkennen, wie der Heilpraktiker 2005 gemeint hatte) à Verbesserung der Symptome durch die Einnahme der Vitamine; keine Borrelienantikörper
August 2008:
- Nierenbeckenentzündung; Behandlung: Antibiotikum
Oktober – Dezember 2008:
- grippaler Infekt, immer wieder aufflackernd mit langer Heiserkeit, Husten, Kopfschmerzen, Schwindel, absoluter Erschöpfung, ... Behandlung: Antibiotikum
- Drehschwindel; beim HNO-Arzt alles okay
Februar/März 2009:
- starke Bauchschmerzen, immer mal wieder; Diagnose aus Mangel an Ideen: Reizdarmsyndrom
- Bronchitis, Kehlkopfentzündung; Behandlung: Antibiotikum
- Schmerzende Gelenke: zunächst ein steifer Nacken, dann wanderten die Schmerzen den ganzen Körper herunter, bis mir schließlich jede Bewegung und leichte Berührung enorme Schmerzen bereitete; ging nach einer Woche wieder weg
August 2009:
- Schwankschwindel, nachdem ich auf einem Aussichtsturm gewesen war
- HNO-Ärztin: alles okay, verschrieb mir aber trotzdem ein Medikament fürs Gleichgewichtsorgan und die Beschwerden verschwanden
- Kreislaufprobleme, Übelkeit, Kopfschmerzen ...
September 2009:
- Bauchschmerzen nach dem Essen, verbunden mit Schwindel
- Nahrungsmittelunverträglichkeitstest ImuPro zeigte viele Unverträglichkeiten à Meiden der Lebensmittel, Verbesserung der Symptome
- Schlafstörungen (die ganzen Jahre immer mal wieder, in Phasen, mal stärker und mal besser): Neurologe verordnete mir ein Antidepressivum, was aber überhaupt nicht half
Oktober 2009 – Januar 2011:
- ab und an unspezifische Symptome, die aber wechselten, nicht lange anhielten und nicht so belastend waren wie alles zuvor
Februar/März 2011:
- grippaler Infekt
April/Mai 2011:
- starker Magen-Darm-Virus auf Mallorca
- zahlreiche Mückenstiche; rote, aufgequollene Hand
Juni/Juli 2011:
- grippaler Infekt mit Kopf- und Gliederschmerzen, Zahnschmerzen
- Wärmeschübe, beginnend im rechten Fuß; kurzes Einschießen von Hitze, zunächst sehr selten, dann immer öfter
Juli 2011:
- nach dem Umzug: schmerzender rechter Mittelfinger; morgens steif
- sämtliche Muskeln und Gelenke schmerzten; zunächst wie sehr extremer Muskelkater, dann schwächer werdend, aber über mehrere Wochen anhaltend; abhängig vom Wetter (bei Sonne gut, bei Regen schlecht)
August/September 2011:
- starke Schmerzen im Rücken/Wirbelsäule nach dem Aufwachen (2x) Bewegungseinschränkung; weiterhin die Wärmeschübe, immer häufiger, nicht nur noch im rechten Fuß, sondern auch in Ellenbogen, Gesicht, Beine, ...
- Orthopäde: Wärmeschübe interessierten ihn nicht; Diagnose: schiefe Wirbelsäule durch Fehlhaltung, Behandlung: Krankengymnastik am Gerät à minimierte die Schmerzen nach dem Aufwachen und die Bewegungseinschränkungen, hatte aber keinerlei Auswirkungen auf die Gelenke und Wärmeschübe
Oktober 2011:
- Extreme Schlafstörungen, ständige Müdigkeit
Oktober – Dezember 2011:
- immer mal grippale Infekte, Kehlkopfentzündung; Behandlung: Antibiotikum
- Scheidenpilzinfektion nach der Einnahme
- phasenweise das Gefühl des Ausgetrocknetseins; starker Durst; in diesen Phasen extremere Schlafstörungen
Februar – Juli 2012:
- immer wieder Erkältungen, sehr lange dauernder starker Husten; Behandlung: Antibiotikum
- und wieder: Scheidenpilzinfektion
- und: Nesselsucht (kann aber auch eine Nebenwirkung des Hustenmedikaments gewesen sein)
bis Dezember 2012:
- schmerzende Gelenke und Wärmeschübe immer mal wieder, abhängig vom Wetter; nach der leichtesten Belastung extreme Verstärkung der Schmerzen; immer wieder Gefühl des Ausgetrocknetseins (sämtliche Schleimhäute, Augen, Haut ...)
Januar 2013:
- Weisheitszahn-OP: unter einem Zahn war eine Entzündung, 3 hatten Karies
- Folge: keine Gelenkschmerzen mehr, alles super!
Januar 2013 – Juni 2013:
- weiterhin das Gefühl des Ausgetrocknetseins, teilweise sehr stark, verbunden mit Symptomen einer Blasenentzündung; kein Diabetes, keine Blasenentzündung
April 2013:
- unerklärliche Schmerzen im linken Fuß
Juli 2013:
- Umzug: eine Wiederholung der Symptome nach dem letzten Umzug: schmerzender Mittelfinger, schmerzende Gelenke, ... siehe Teil 1
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Re: Bitte um Meinungen: Borreliose und Co-Infektionen, Diagn

Beitragvon Chris » So Nov 24, 2013 7:39 pm

Hallo Orchidea,
willkommen im Forum. Tjaa, das ist eine sehr lange Reihe an Symptomen, schulmed. tests etc.
ja was die HP rausbekommen hat, glaube ich durchaus, aber auch der Interist hat Recht, es spricht ebenfalls alles für das CFS, wobei dieser Begriff nur ein Oberbegriff ist für viele ungeklärte Sachen, wie Rheuma auch. Ich bin auch überzeugt, dass da mit den neuen bioenergetischen Verfahren oder mit biophotonen-Verfahren wie dem Oberon oder eben auch mit dem BBT, der hier oft genutzt wird, noch sehr viel mehr anderes herauskommen wird. An HPU erinnert auch viel und wegen der Schildrüsenwerte würde ich einen dementsprechenden Facharzt aufsuchen, denn da haben normale Internisten auch keine große Erfahrung mit.
Alles in allem über lange Jahre chronisch krank bis auf die Mitochondrien. Es gibt zudem viele Borrelien-Betroffene, die überhaupt keine Antikörper bilden (Können).
Der unbehandelte EBV dürfte immer noch eine Rolle spielen, er fährt das Immunsystem herrunter und stört die Vitamin-D-Rezeptoren, wie ist der Vitamin-D-Status?
Ab er damit bis du nicht alleine hier, davon gibt es hier viele Betroffene.
Nutze eines der o.g. bioenergetischen Verfahren, um alle Grundbelastungen herauszubekommen, das ist sehr wichtig für die Behandlung.
Wovon ich nichts gelesen habe:
1) Schwermetallmelastung, welche wurden untersucht? Amalgambelastung? Diese sind bestimmt vorhanden?
2) ganz wichtig für chronische Infektionen! Elektrosmog und Geopathie!!! Lt. Klinghardt-Studien gab es in vitro eine 600-fach vermehrte Borrelienvermehrung unter Einfluss von Elektrosmog!!
Schläfst du z.B. auf Federkernmatrazen? hast du einen Radiowecker am Bett oder nimmst du dein Handy mit ins Bett? Wie sieht es aus im Umkreis mit Mobilfunkstationen, wie mit W-LAN im Haus, mit schnurlosen Telefonen etc?
3 ) Impfbelastungen?
4) wie das Säure-Basen-Verhältnis? zu sauer?
5) der Darm ist nicht Ordnung, auch ganz wichtig, wie wird der behandelt?

Die Medis von der HP sind gut, aber die Erreger solltest du noch mit Radionik und Bioresonanz eleminieren!
so viel als erste Reaktion
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Re: Bitte um Meinungen: Borreliose und Co-Infektionen, Diagn

Beitragvon Orchidea » So Nov 24, 2013 9:21 pm

Hallo Chris,

vielen Dank für deine Antwort!

Chris hat geschrieben: Hallo Orchidea,
willkommen im Forum. Tjaa, das ist eine sehr lange Reihe an Symptomen, schulmed. tests etc.
ja was die HP rausbekommen hat, glaube ich durchaus, aber auch der Interist hat Recht, es spricht ebenfalls alles für das CFS, wobei dieser Begriff nur ein Oberbegriff ist für viele ungeklärte Sachen, wie Rheuma auch.


Die Heilpraktikerin meint ja, dass die intrazellulären Infektionen die Ursache dafür sind, dass in den Mitochondrien zu wenig ATP produziert wird, sprich, dass niedrige Werte zu erwarten sind. Und dass man, bevor man sich ums ATP kümmert, erst mal was gegen die Infektionen tun sollte.
Mal gucken, was rauskommt ...


Chris hat geschrieben: Ich bin auch überzeugt, dass da mit den neuen bioenergetischen Verfahren oder mit biophotonen-Verfahren wie dem Oberon oder eben auch mit dem BBT, der hier oft genutzt wird, noch sehr viel mehr anderes herauskommen wird. An HPU erinnert auch viel und wegen der Schildrüsenwerte würde ich einen dementsprechenden Facharzt aufsuchen, denn da haben normale Internisten auch keine große Erfahrung mit..


Die Frage ist, ob es Sinn macht, jetzt nach noch weiteren Defiziten zu suchen ... In einem anderen Forum (ich habe auch dort alles geschildert, um verschiedene Meinungen zu lesen) wurde ausgesagt, man müsse sich erst mit Schwermetallbelastungen befassen, aber dazu kommst du ja auch noch.
HPU wurde gemessen - also Hämopyrrollaktam. Habe ich nicht - < 1,00 mg/g. Kreatinin 1,08 g/l. Also auch normal.

Wegen der Schilddrüse habe ich mit einer Expertin telefoniert, die mich die Symptome abgefragt hat und meinte, es spräche sehr für eine Unterfunktion. (Hatte ich das nicht schon geschrieben?) Die Schilddrüse ist ihr Spezialgebiet ... Sie hat mir zum Behandlungsversuch geraten, der jetzt gerade gemacht wird. Mal gucken. Noch merke ich keine Änderung der Symptome. Vielleicht aber muss die Dosis auch erhöht werden.

Chris hat geschrieben: Alles in allem über lange Jahre chronisch krank bis auf die Mitochondrien. Es gibt zudem viele Borrelien-Betroffene, die überhaupt keine Antikörper bilden (Können).
Der unbehandelte EBV dürfte immer noch eine Rolle spielen, er fährt das Immunsystem herrunter und stört die Vitamin-D-Rezeptoren, wie ist der Vitamin-D-Status?.


Was meinst du mit "bis auf die Mitochondrien"? Das mit dem ATP wird ja jetzt erst noch untersucht.

Vitamin D3: 19,5 µg/L. Der Internist hat mir Vitamin D verschrieben, aber die Heilpraktikerin meinte, das dürfte ich auf keinen Fall nehmen, es könnte alles noch schlimmer machen.

Chris hat geschrieben: Ab er damit bis du nicht alleine hier, davon gibt es hier viele Betroffene.


Einerseits beruhigend, andererseits unerfreulich, wenn man die vielen negativen Berichte liest ...

Chris hat geschrieben: Nutze eines der o.g. bioenergetischen Verfahren, um alle Grundbelastungen herauszubekommen, das ist sehr wichtig für die Behandlung.
Wovon ich nichts gelesen habe:
1) Schwermetallmelastung, welche wurden untersucht? Amalgambelastung? Diese sind bestimmt vorhanden?
2) ganz wichtig für chronische Infektionen! Elektrosmog und Geopathie!!! Lt. Klinghardt-Studien gab es in vitro eine 600-fach vermehrte Borrelienvermehrung unter Einfluss von Elektrosmog!!
Schläfst du z.B. auf Federkernmatrazen? hast du einen Radiowecker am Bett oder nimmst du dein Handy mit ins Bett? Wie sieht es aus im Umkreis mit Mobilfunkstationen, wie mit W-LAN im Haus, mit schnurlosen Telefonen etc?
3 ) Impfbelastungen?
4) wie das Säure-Basen-Verhältnis? zu sauer?
5) der Darm ist nicht Ordnung, auch ganz wichtig, wie wird der behandelt?


1) Es wurde nur mal die Konzentration von Holzschutzmitteln im Blut untersucht, wobei aber nichts rausgekommen ist. Amalgam hatte ich selbst nie; meinen Eltern wurden 2 bis 3 Jahre vor meiner Geburt die Amalgamfüllungen entfernt; kann ich davon im Mutterleib noch was mitbekommen haben? Sie haben keine Ausleitungsmedikamente bekommen - einfach raus und fertig. Mein Vater hatte damit wohl noch größere Probleme. Können Spermien so etwas genetisch übertragen? Ansonsten wäre ja nur die damalige Belastung meiner Mutter von Interesse.

2) .... Am Fußende meines Bettes steht mein WLAN-Router. Unter dem Bett verläuft eine Verlängerungsschnur, rechts daneben ist die eine Steckdose und links ebenso. Links daneben befindet sich die DSL-Box mit dem Telefonkabel drin, das direkt zum Flur verläuft, wo mein schnurloses Telefon die Nacht über in der Ladestation verbringt ... Mein Handy lasse ich meistens im Flur, manchmal vergesse ich, es auszumachen. Manchmal vergesse ich es auch im Zimmer, wenn ich es benutzt habe. Dass das alles überhaupt nicht ideal ist, weiß ich auch, aber es kann in dieser Wohnung nicht anders angeschlossen und umgestellt werden. Ich wohne hier allerdings erst seit Juli. Davor hatte ich 2 Jahre lang ein Schlafzimmer ohne Telefon und Internet, davor allerdings alles in eins im 1-Zimmer-Apartment (5 Jahre lang). Tja ... Die Frage ist dann allerdings, wenn man sich den Elispot-Test anschaut, ob ich so viele Borrelien haben kann; wenn die Werte da gering sind, heißt das dann, dass auch die Anzahl der Borrelien geringer ist als in meinem Fall die der Ehrlichien?

3) Ich habe die Standardimpfungen hinter mir und habe nie etwas davon gemerkt. Wie testet man das?

4) Hmm. 2005 wurde das getestet - einmal mit Messstreifen aus der Apotheke (zu sauer), dann vom Heilpraktiker mit einem Stift, den man am Unterarm aufgetragen hat und der die Farbe verändern sollte - ich weiß nicht, wie der hieß. Da kam nichts raus.
Die Heilpraktikerin hatte mir aufgetragen, vor der Dunkelfeldmikroskopie die Sanuvis- und die Citrokehltabletten zu nehmen, damit wir da was sehen und damit das Blut alkalischer wird. Hat geklappt, aber es gab wohl auch Stellen im Blut, die saurer aussahen. Demzufolge denke ich, dass es normalerweise ohne die Tabletten zu sauer wäre.

5) Öhm - abgesehen von den Mitteln durch die Heilpraktikerin: gar nicht. Wie sollte er behandelt werden? So eine richtige Diagnose hat es halt nie gegeben. Das mit dem Reizdarm geriet schnell in Vergessenheit, weil die Symptome aufhörten. Und die Nahrungsmittelunverträglichkeiten gingen auch weg, als ich die betroffenen Nahrungsmittel eine Zeitlang nicht gegessen hatte. Die Ostheopatin hat auch beim Darm gespürt, dass was nicht in Ordnung ist - aber das kann ich leider nicht wirklich wiedergeben. Seitdem ich diese Zäpfchen (Fortakehl) nehme, ist mir unterschwellig schlecht und der ganze Darmbereich fühlt sich einfach unwohl an. Ist das jetzt ein Zeichen dafür, dass es was bringt, à la Erstverschlimmerung?

Chris hat geschrieben: Die Medis von der HP sind gut, aber die Erreger solltest du noch mit Radionik und Bioresonanz eleminieren!
so viel als erste Reaktion


Darüber muss ich mich auch noch mal informieren ... Es gibt so vieles, wovon ich keinerlei Ahnung habe!

In jedem Fall vielen Dank für deine umfassende Antwort! Es tut mir leid, dass sich daraus jetzt wieder so viele neue Fragen ergeben haben ... Zum Kurzfassen ist dieses Thema irgendwie nicht geeignet!

Liebe Grüße
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