Nachlese: Infoabend für Tierbesitzer und Therapeuten
Freitag, den 23.10.09 um 19 Uhr in Bensheim
Thema: Risikoerkrankungen Borna, Borreliose, Herpes - Ansteckungsgefahr für Menschen?
Angesprochen waren hauptsächlich Pferdebesitzer und Therapeuten für Pferde als Hauptwirtsreservoir des Bornavirus, aber auch Katzen, Schafe und sogar Papageien (!), erkranken oft am Bornavirus und können somit im Krankheitsfall ein potentielles Ansteckungsrisiko für die darstellen, die eng mit dem Tier umgehen. Gerade auf diesem Gebiet ist Aufklärung dringend erforderlich! Pferdebesitzer waren so viele da, dass wir einen Tag vorher noch einen großen Saal mieten mußten, von Tierärzten oder Therapeuten habe ich nichts bemerkt, obwohl alle TÄ im großen Umkreis angeschrieben worden waren.
Referenten /Themen:
1. Prof. Hanns Ludwig (Dr.med.vet. PhD) Prof. für Virologie an der FU Berlin
Thema: Gesundheit Pferd: „Borna“-Borreliose-Herpes, ein verkanntes Risiko - Klärung durch Diagnostik und Therapie.
In einem kurzen Überblick werden klinische Aspekte einer möglichen Borreliose und equinen Herpes-Virus Infektion angesprochen. Neuere Erkenntnisse zur klinischen, diagnostischen und therapeutischen Bewertung der Bornavirus (BDV) Infektion - die zum Schaden unseres Hobby-Tieres zu wenig bekannt und beherzigt werden - sollen diese persistente Infektion, die ca. 60 % der Tiere in sich tragen, für den(die) Tierliebhaber(in) klarstellen. Die Möglichkeiten, BDV Infektionen gegen Borreliose und EHV-1/-4 Infektionen abzugrenzen, werden sowohl dem medizinischen Laien, wie dem Fachmann übersichtlich dargestellt, verbunden mit einschlägigen Therapie- Vorschlägen. Im Verlauf dieses Abends wird auch auf die Möglichkeit der Übertragung von Tier auf Mensch hingewiesen.
Auch Schafe, Katzen und sogar Papageien (!) sind oft Träger des Bornavirus.
Prof. Ludwig wies daraufhin, dass Stress der größter Auslöser für das Bornavirus ist, ebenso werden viele Ausbrüche nach Impfungen und Wurmkuren, insbesondere mit dem Wirkstoff Ivermectin gemeldet. Weitere Risikoquellen seien Stress im Form von Stallwechseln, Transporte und Turnierstress. Er stellte die Behandlung mit Amantadin vor und brachte eine Doktorandin, Fr. Majka Kiefer, aus dem Saarland mit, die zur Zeit ihre Doktorarbeit über das Bornavirus macht. Fr. Kiefer brachte ein paar Videos mit von kranken Bornapferden und von Pferden, die erfolgreich mit Amantadin behandelt worden waren, ein Pferd davon bekam dauernd Amantadin und war damit dem Stress auf einem kleinen Freizeitreiter-Turnier nicht nur gewachsen, sondern gewann auch die kleine Prüfung.
2. Prof. Georg Gosztonyi (Dr. med, PhD ) Prof. für Neuropatology, an der FU Berlin
GABA-Rezeptoren und Ivermectin
GABA-Rezeptoren sind im gesamten Gehirn exprimiert, 30 % im ZNS und Rückenmark. Besonders hohe Rezeptor- Dichten findet man in Bereichen, die mit dem psychischen Befinden in Zusammenhang stehen: Den Komponenten des limbischen Systems, wo auch das Bornavirus sitzt. Der Wurmkurwirkstoff Ivermectin ist sein Agonist und steht damit im engen Zusammenhang mit dem cholinergen Nervensystem.
Prof. Gosztonyi erklärte den Zusammenhang mit Ivermectin und das Hochkommen bzw. Ausbrüche schlafender latenter Erreger insbesondere bei Borna-Borreliose-Herpespferden. Diese chronischen Entzündungen lockern die Blut-Hirn-Schranke auf und machen sie durchlässiger für einige Gifte und eben hier auch für den hochtoxischen Stoff Ivermectin in den Wurmkuren, der damit eben nicht nur die Würmer, sondern auch die Nerven und das ZNS angreift des Pferdes angreift.
Lesen Sie dazu auch den Thread über GABA-B-Rezeptoren
http://www.chronische-infektion.de/viewtopic.php?f=71&t=705&sid=461c46d63e808ec72d7c69bf0eab12f4
3. Renate Sabatzki, Tier-Homöopathin, Lüdenscheid, spezialisiert auf Borna-Borreliose-Herpes:
Erfahrungshorizonte und praktische Erfahrungsberichte über die naturheilkundliche Behandlung von Bornavirus, Borreliose und Herpes.
Bei Fr. Sabatzki landen viele austherapierte Pferde aus der Schulmedizin, die sie aufgrund meiner eigenen Erfahrungen meistens wieder sehr gut hin bekommt. Es wurden von ihr als Beispiele vier Erfahrungsberichte von den Besitzern von in der Schulmedizin austherapierten Borna-Pferden vorgetragen, die durch Homöopathie und Verbesserung des ganzen Umfeldes, Vermeidung von größeren Stressituationen sowie dem strikten Weglassen aller Impfungen und Wurmkuren wieder gesund und fit waren, abgesehen von kleineren Verschlechterungen bzw. kleinen Rückfällen zu Fellwechselzeiten.
4. Dr.rer.nat. Tina Ritter, THP, Heilpraktikerin und Dipl.-Biologin:
Risikofaktor „Impfen“ bei Stoffwechselstörungen und Entgiftungsschwäche
zeigte in einer PowerPoint-Präsentation das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Impfungen für Menschen oder Tiere mit Stoffwechsel- und/oder Entgiftungsproblemen auf, auch mit Beispielen aus der Humanmedizin. Es gab natürlich danach eine lebhaftte "Impfdiskussion", wonach auch bisherige überzeugte Impffürsprecher der Ansicht waren, dass die FN dringend eine Aufklärung ihrer für die Pferde äußerst schädlichen Impfvorgaben benötigen würden.
Anmerkung: Aus allen Vorträgen kristallisierte sich heraus, dass (zu viele ) Impfungen und Wurmkuren mit hochtoxischen Nervengiften mit das größte Risiko für den Ausbruch der gefährlichen Erkrankungen wie Borna-Borreliose-Herpes sind!
5. Susanne Weyrauch-Wiegand (Dr.oec.troph.) Ernährungswissenschaftlerin, Deidesheim sprach über:
Ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung als Basis für das Immunssystem,. Sie zeigte einer neutralen Präsentation, dass man über die Ernährung sehr viel für das Immunsystem der Pferde tun kann. Insbesondere die richtige Zusammenstellung der Vitamine und Mineralien und die Menge sind sehr wichtig. Früher kam schon sehr viel davon über die großen Hafermengen schwer arbeitender Pferde sowie besseres Heu, heute ist es bei kleinen Futtermengen sehr schwer, das richtige Mischungsverhältnis der Mikronährstoffe und Mineralien hinzubekommen.
Die Veterinärseiten der Zoonosen befinden sich auf der http://www.borna-borreliose-herpes.de
